Es gibt zwei Wege das Leben zu leben: Alles selbstverständlich zu nehmen, oder die ganze Welt als Wunder zu betrachten.
Ich glaube an Letzteres.

 

– Albert Einstein

„Der Mensch ist dem Weltlauf gegenüber nicht ein müßiger Zuschauer, der innerhalb seines Geistes das bildlich wiederholt, was sich ohne sein Zutun im Kosmos vollzieht, sondern der tätige Mitschöpfer des Weltprozesses; und das Erkennen ist das vollendetste Glied im Organismus des Universums.“

– Rudolf Steiner

„So etwas wie Dunkelheit gibt es nicht.
Es gibt nur die Abwesenheit von Licht“

– Vicky Wall

Freitags-Gedanken am 21. Juni: Zwischen Abgrund und Aufstieg

Zweifellos leben wir in bewegten Zeiten und so mancher mag den Eindruck gewinnen, dass diese Bewegung sich mehr und mehr beschleunigt. Es heißt, was unsere Großeltern in einem ganzen Jahr erlebt haben, das erleben wir Heutigen an einem einzigen Tag. Wir setzen uns in ein Flugzeug und erreichen ein paar Stunden später einen anderen Kontinent, wir drücken auf eine Taste und schon ist unsere Nachricht bei einem anderen Menschen angekommen, auch wenn dieser sich am anderen Ende der Welt befindet. Welch großartige Möglichkeiten bieten uns diese Entwicklungen, an die wir uns gewöhnt haben und die wir inzwischen als selbstverständlich empfinden.

Doch wenn wir in die Zukunft blicken, beschleicht uns vielleicht mitunter auch ein ungutes Gefühl ob der rasant steigenden Digitalisierung und Technisierung der Welt. Was ist heute schon alles möglich? Welche Technologien sind schon längst im Einsatz oder werden zumindest hier und dort an Ahnungslosen getestet? Welche Lügen werden der breiten Öffentlichkeit aufgetischt, um das angeblich unerklärliche Verschwinden von Flugzeugen, die Zerstäubung großer Gebäude oder das plötzliche Ableben kritischer Zeitgenossen zu erklären? Welche Folgen hätte eine flächendeckende Einführung des 5G-Netzes für unseren Organismus? Welche Implantate und Mikrochips tragen wir möglicherweise bereits in unseren Körpern und wie und von wem/von was werden sie kontrolliert und gesteuert? All diese Fragen mögen uns beunruhigen, ja Angst einjagen, denn wir haben keine Kontrolle, ja meist nicht einmal Einblick in diese Entwicklungen. Die Befürchtung beschleicht uns, dass die angedeuteten Technikinnovationen gegen uns verwendet werden, vor allem unserer Kontrollierbarkeit und Beherrschbarkeit dienen könnten, kurz gesagt, dass sie die Geister der Finsterns (wie Rudolf Steiner sie bezeichnet) benutzen, um uns mehr und mehr in ihre Machtsphäre zu ziehen.

Angesichts dieser Tatsachen mögen wir Ohnmacht empfinden und Gefahr laufen, in lähmende Lethargie und Handlungsunfähigkeit zu verfallen. Doch damit wäre allenfalls denjenigen gedient, die die Erzeugnisse ihres kalten Technikverstandes als Machtinstrument benutzen. Vielmehr müssen wir uns die Fragen stellen:

Wer sind diese Mächte, die uns da so kräftig herausfordern?  … und
Wozu fordern sie uns eigentlich heraus?

Diese Fragen können wir nur beantworten, wenn wir bereit sind, unseren Blick über unsere materielle Welt hinaus zu weiten. Unsere irdische Welt, die Welt der Wirkungen können wir nicht verstehen, ohne uns zugleich mit den geistigen Hintergründen, der Welt der Ursachen, zu beschäftigen. Goethe verpackte diese Erkenntnis in die treffenden Worte: Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis.

Es reicht also nicht, wenn wir erkennen, wie uns diese oder jene Technik schaden oder nutzen kann, sondern wir müssen jenen Kräften auf die Spur kommen, die ein Interesse an ihrer Verbreitung haben und uns in ihren Bann zu ziehen versuchen. Eine gute, ja vielleicht die einzige Quelle für derartige Erkenntnisse liefern uns die Schriften und Vorträge von Rudolf Steiner. Unter anderem in seiner Vortragsreihe vom September 1917 in Dornach (GA 177, die spirituellen Hintergründe der äußeren Welt) beschreibt uns Steiner den Kampf des Erzengels Michael mit dem Drachen, der 1841 bis 1879 im Geistigen ausgefochten wurde und im Herbst 1879 mit dem Sieg Michaels endete. Seither treiben die dunklen Kräfte in verstärktem Maße  auf der Erde ihr (Un)wesen und wir Menschen sind es, die sich mit ihnen auseinander zu setzen haben. Ziel dieser ahrimanischen Kräfte ist es u. a. kalte, ja tote Intellektualität, scharfes Verstandesdenken in einseitiger Weise unter uns Menschen zu verbreiten und unseren evolutionsbedingt immer stärker aufkeimenden Draht zur geistigen Welt bei Zeiten zu unterbinden.

Materieller Verstand also auf der einen Seite, jene auf herab gestimmtem Bewusstsein beruhende Art, sich zur geistigen Welt in ein Verhältnis zu setzen, auf der anderen Seite: das war die Absicht der Geister der Finsternis. Diese Geister der Finsternis wollten vor allen Dingen eines verhindern, was nach ihrem Sturz nach dem Jahre 1879 allmählich eintreten musste: das wirkliche Herabkommen von geistigen Erfahrungen, von geistigen Erlebnissen in die Menschenseelen hinein.

Aus Sicht dieser Dunkelkräfte muss eine hinreichende Anzahl an Menschen dazu gebracht werden, ihre Ziele als die Ihrigen zu übernehmen, damit sie durch menschliche, physische Körper wirken können. Heute würden wir diesen Vorgang als Besetzung bezeichnen und wir können uns so manches vermeintlich menschliche Verhalten nur erklären, wenn wir diesen Faktor berücksichtigen. An anderer Stelle beschreibt Steiner auch ein Mittel, mit dem das Fernhalten von geistigen Erfahrungen  erreicht werden soll, denn diese würden einer derartigen Besetzung entgegenwirken.

Ich habe Ihnen gesagt, daß die Geister der Finsternis ihre Kostgeber die Menschen, in denen sie wohnen werden, dazu inspirieren werden, sogar ein Impfmittel zu finden, um den Seelen schon in frühester Jugend auf dem Umwege durch die Leiblichkeit die Hinneigung zur Spiritualität auszutreiben. Wie man heute die Leiber impft gegen dies und jenes, so wird man zukünftig die Kinder mit einem Stoff impfen, der durchaus hergestellt werden kann, so daß durch diese Impfung die Menschen gefeit sein werden, die „Narreteien“ des spirituellen Lebens nicht aus sich heraus zu entwickeln, Narrheiten selbstverständlich im materialistischen Sinne gesprochen.

In diesem Licht haben bisher sicher die wenigsten die Debatte um die Impfpflicht betrachtet! Doch genau das sind die Dinge, mit denen wir es heute ganz real zu tun haben und denen gegenüber wir zunehmend wachsam werden sollten. Es kann nicht darum gehen, neue Technologien per se abzulehnen oder gar zu bekämpfen, doch wir müssen im Blick behalten, von wem und mit welcher Absicht sie eingeführt werden sollen. Cui bono – wem dient es? Wenn es uns gleichzeitig gelingt, die drohende Abtrennung von der geistigen Welt zu verhindern, wird es genügend Menschen geben, die einem anderen Herrn als den Geistern der Finsternis dienen. Dieser Herr ist niemand anderes als der Christus in uns, unser I.Ch. Das Angebot, uns an dieser heilsamen Kraft auszurichten, besteht seit 2.000 Jahren. Wenn wir ihm folgen wollen, besteht unsere Aufgabe darin, das äußere Spiel zu durchschauen und uns weder von der Faszination noch von der Angst vor der umfassenden Technisierung der Welt beherrschen zu lassen. Vielmehr gilt es, sie mit einem das Gute fördernden Geist zu durchdringen. Dasjenige, für das die Menschheit offensichtlich noch nicht reif ist, gilt es zu erkennen und abzuwenden.

So drängt sich uns also permanent die Frage auf: Welchem Herrn will ich dienen? Immer und immer wieder, auch und gerade in unserem ganz normalen Alltagsleben, werden wir mit dieser Entscheidung konfrontiert. Immer haben wir die Wahl zwischen:

Rein materialistischer     und    geistig orientierter Weltsicht
Angst    und    Vertrauen
passivem Konsum, Bequemlichkeit    und    Handlung
gegen    und    für die Menschheitsentwicklung zu wirken
Alle gegen alle    und    Einer für alle, alle für einen
Lüge    und    Wahrheit
Kontrollwahn    und    Freiheit
Hass, Gewalt    und    Liebe
… und vielem anderen

Wir befinden uns erst auf dem Weg zum voll entwickelten Menschen und sollten nicht den Anspruch an uns stellen, heute schon immer die „richtige“ Entscheidung zu treffen. Auch wenn wir guten Willens sind, ist es schließlich nicht immer einfach herauszufinden, was das „Richtige“ denn überhaupt ist. Doch wir können uns immerhin unser Handeln bzw. Nichthandeln bewusst machen und nach Vervollkommnung streben.

Sicher werden wir noch einige Inkarnationen durchleben, die uns im Laufe der Zeit zu einer endgültigen Entscheidung führen werden. Tatsächlich stellen wir aber schon heute die ersten Weichen für die Richtung unserer zukünftigen Weltenreise. Fühlen wir uns von jenen Kräften angezogen, die uns in den Abgrund führen wollen? Dann werden wir zu dem, was materialistisch Eingestellte der Evolutionslehre Darwins folgend, schon jetzt meinen zu sein: zu intelligenten Tieren. Eine andere, von den Transhumanisten verfolgte Variante des Abgrunds liefe auf die Entwicklung zu Cyborgs hinaus, einer Mischung aus biologischen Wesen und Maschinen. Beide Ausprägungen würden einer vollständigen Abkoppelung von unserer Heimat, der geistigen Welt, gleichkommen.

Wir können aber auch einen anderen Weg gehen, einen Weg, der mehr und mehr mit der Hinwendung zum Geistigen verbunden ist, der uns zur Wahrheit, zur Freiheit und schließlich zur Liebe führt – kurz zu einem vollwertigen Menschenwesen. Diese Entwicklungsmöglichkeit ist im kosmischen Evolutionsplan für uns vorgesehen und durch das Erscheinen des Christus auf der Erde vorbereitet worden. Wenn wir sie wählen, werden sich uns noch viele geistige Horizonte eröffnen.

Die Freiheit liegt ganz bei uns.

3 Kommentare zu “Freitags-Gedanken am 21. Juni: Zwischen Abgrund und Aufstieg

  1. …. hier muss ich Frau Seyer beipflichten. Abgesehen davon, denke ich, dass die ethischen Schranken schon lange gefallen sind. Wenn auch noch nicht offensichtlich aber hinter dem Vorhang ganz Gewiss!
    Liebes Grüßle,
    Maria

    1. Ihr Lieben,

      danke für eure Kommentare! Ich glaube auch, dass hinter den Kulissen schon längst so einiges läuft, von dem wir lieber nichts wissen möchten. Wer weiß, was uns demnächst so alles offenbar wird.

      alles Liebe Ursula

  2. Liebe Ursula
    Durch die rasante technologische Entwicklung greifen wir immer mehr in die Natur ein. Dies mag einerseits hilfreich für uns sein und unser Leben vereinfachen. Aber es ist erschreckend,wenn man erfährt was alles manipuliert wird. Da wird in einem Kaninchen das Gen einer fluororestierenden Qualle eingebaut, so dass das Kaninchen leuchtet. Es ließen sich viele Beispiele anführen, die zeigen, dass artfremde Gene Lebewesen verändern und vielleicht auch ganz neue Lebewesen erschaffen können. Wenn die ethischen Schranken fallen, wohin könnte das führen? Und welche Möglichkeiten ergeben sich daraus, die Menschen nach den Wünschen der „Eliten“ umzugestalten?

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