Es gibt zwei Wege das Leben zu leben: Alles selbstverständlich zu nehmen, oder die ganze Welt als Wunder zu betrachten.
Ich glaube an Letzteres.

 

– Albert Einstein

„Der Mensch ist dem Weltlauf gegenüber nicht ein müßiger Zuschauer, der innerhalb seines Geistes das bildlich wiederholt, was sich ohne sein Zutun im Kosmos vollzieht, sondern der tätige Mitschöpfer des Weltprozesses; und das Erkennen ist das vollendetste Glied im Organismus des Universums.“

– Rudolf Steiner

„So etwas wie Dunkelheit gibt es nicht.
Es gibt nur die Abwesenheit von Licht“

– Vicky Wall

Freitags-Gedanken am 29. März: Mittendrin

Die deutschsprachigen D-A-CH-Länder befinden sich mittendrin, in der Mitte Europas und in der Mitte der Welt. Sie gehören nicht zum Westen und nicht zum Osten, nicht zum Norden und nicht zum Süden, und das gilt sowohl geographisch, eigentlich auch politisch und sogar spirituell. Politisch gilt es tatsächlich nur eigentlich, denn Deutschland ist faktisch fest eingebunden in die Strukturen des Westens, in UNO, Nato und natürlich die EU. Dies gilt im Grunde genommen auch für das heutige Österreich, wenngleich die Politiker unseres Nachbarlandes mitunter nicht ganz so entschieden für die Werte der Atlantikbrücke eintreten wie es diejenigen unserer Bundesrepublik tun. Die Schweiz hat sich ihre neutrale Stellung noch am ehesten bewahrt und sich bisher erfolgreich aus den großen Kriegen und kleineren internationalen Querelen herausgehalten. In Deutschland ist das bekanntermaßen nicht gelungen, ganz im Gegenteil, es hat wiederholt gleich an allen Fronten gekämpft, gegen Ost und West.

Nun leben wir dankenswerter Weise gerade in Zeiten des Friedens, oder doch zumindest des Waffenstillstands. Doch es ist nur ein scheinbarer Frieden. Der eiserne Vorhang ist offiziell gefallen und doch wird nach wie vor reichlich polarisiert zwischen den USA und Russland, die sich offensichtlich immer noch als Widersacher auf der Weltbühne empfinden. Ihre kriegerischen Auseinandersetzungen tragen sie heute zum Leidwesen Dritter aus, sei es nun der Ukraine, Afghanistans oder Syriens. Wir Mitteleuropäer sind froh, dass diese Schauplätze weit genug entfernt scheinen, um uns direkt zu betreffen. Doch wir sind betroffen und sollten es auch sein, denn wir mischen kräftig mit in dem Spiel um die Vorherrschaft der Mächte. Deutschland ist beispielsweise der viertgrößte Waffenlieferant auf der Weltbühne. Welch fragwürdiger Ruhm! Die Opfer dieser Waffen stehen nun vor den Toren unseres Landes, wen sollte das noch wundern?  Ungeachtet weiterer Absichten, die auf globaler Ebene hinter diesen Flüchtlingsströmen noch stehen mögen, sind sie zunächst auch einfach eine unmittelbare Folge unseres eigenen Verhaltens.

Unsere Aufgabe sollte es sein, uns herauszuhalten aus dem Gerangel zwischen West und Ost, uns nicht von einer der beiden Seiten vereinnahmen und vor deren Karren spannen zu lassen und diese kurzerhand für die „gute“ zu erklären. Wir sind das Volk, die Völker der Mitte, zwischen den Fronten. So stünde es uns gut an, als Vermittler aufzutreten, als dritte ausgleichende Kraft, nicht im Sinne einer Macht im Äußeren, die eigene Ansprüche aus ihrem Wirken ableiten würde, sondern im Sinne der Erhaltung bzw. Wiederherstellung des Weltfriedens. Die Herausforderungen unserer Zeit können nicht gelöst werden, indem man die Welt in zwei Parteien aufteilt. Anzunehmen, die friedliche Lösung von Krisen sei das Ziel der Globalisten, ist mehr als naiv.

Nun ist es kein Geheimnis, dass unser Land nicht wirklich unabhängig ist. Wolfgang Schäuble sprach es vor Jahren offen aus, indem er darauf hinwies, dass Deutschland seit 1945 zu keinem Zeitpunkt ein souveräner Staat gewesen sei. Es heißt, unsere Existenz als vermeintlich freiem Rechtsstaat verdanken wir den Westmächten, nicht zuletzt den USA. Dafür müssen wir offensichtlich „Wohlverhalten“ an den Tag legen und alles gut heißen und sogar tatkräftig unterstützen, was man sich dort so ausdenkt. Das geht auf Kosten unseres Verhältnisses zu Russland und anderer slawischer Staaten. Bedauerlicherweise ist es aus diesem Grund kaum möglich, zwischen unseren Völkern eine fruchtbare Allianz zu schaffen. Dies alles mag auf staatlicher Ebene gelten, auf menschlicher und privater Ebene muss es das dankenswerter Weise nicht.

Presse, Funk und Fernsehen tun einiges für die einseitige Berichterstattung. Jeder, der seine Informationen ausschließlich auf diese Säulen stützt, hat es schwer, sich ein objektives Bild von der Weltlage zu verschaffen. Doch der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe sinkt rapide und so lässt auch der Einfluss der Manipulation im Sinne des Westens allmählich nach. Mit Donald Trump ist ohnehin jemand auf der Weltbühne erschienen, der sich nicht leicht in die gewohnten Kategorien einordnen lässt. Das hat zu Verwirrung bei vielen Medien geführt und sie haben sich offensichtlich auf eine bestimmte Strategie geeinigt. Es wird dort keine Gelegenheit ausgelassen, den aktuellen amerikanischen Präsidenten lächerlich zu machen, ihn mindestens als ungehobelten Tolpatsch oder gar unsäglichen Dummkopf darzustellen, der sein Amt nur durch einen Irrtum erlangt haben könne. Ich kann zwar ebenso wenig wie die meisten anderen Zeitgenossen beurteilen, welche Ziele und Strategien er und diejenigen, die ihn stützen, wirklich verfolgen, doch eines weiß ich: das Bild, das man uns da zu vermitteln sucht, ist ein Zerrbild.

In meinen Augen passiert nichts von dem, was Trump sagt oder tut, zufällig oder aus Versehen. Die Zukunft wird uns zeigen, welches die ihm zugewiesene Rolle auf der Bühne gewesen sein wird, denn wie jeder andere Politiker seines Ranges agiert auch er eingebunden in einen größeren Plan. In jedem Fall lohnt es sich, sich einmal seine Originalreden anzuhören statt sich aus zweiter Hand über ihn zu informieren. Das gilt in gleicher Weise für den russischen Präsidenten Vladimir Putin, dessen Reden es durchaus Wert sind, von uns beachtet zu werden. Sie stehen zumindest mit deutschem Untertitel, oft sogar synchronisiert im Internet zur Verfügung.

Auch in Europa ist einiges in Bewegung geraten und die bisherigen Strukturen der EU scheinen ins Wanken geraten zu sein. Der Brexit wird als Anlass hergenommen, die bisherigen Strukturen Europas zu verändern. Ehemals hochgelobte Politiker wie Angela Merkel und Marcon haben international deutlich von ihrem einstigen Glanz verloren  und erscheinen  nur noch als Abgesang einer zu Ende gehenden Epoche. Es herrscht Endzeitstimmung im bisherigen Europa. Doch wie wird es sich verändern und welche Rolle werden die deutschsprachigen Länder dabei spielen?

Wir erleben also gerade auch politisch-gesellschaftlich Zeiten des Wandels und vielleicht ist ja gerade jetzt ein guter Zeitpunkt, uns wieder auf unsere eigentliche Rolle auf der Weltbühne als dritte ausgleichende Kraft zwischen West und Ost zu besinnen. Unsere spirituelle Aufgabe ist es, eine Brücke zu bauen zu den slawischen Ländern und somit ihre Trägerschaft der nächsten Kulturepoche vorzubereiten. Die Widersacher einer solchen Annäherung wirken über die Anglo-Amerikanischen Mächte, die selbst nach der Weltherrschaft streben und dabei schon ein gutes Stück voran gekommen sind.

Doch verlieren wir nicht aus den Augen, dass es bei all dem Hickhack in Wahrheit um die geistige Entwicklung der Menschheit geht. Die Menschheit jedoch besteht aus Individuen, aus einzelnen Menschen wie dir und mir und so ist es auch unsere Aufgabe, das in die Welt zu bringen, was wir uns doch so sehr wünschen, Frieden und Harmonie zwischen Menschen und Völkern.

Was immer die Weltelite für uns vorgesehen hat, wir sollten uns nicht aus der Ruhe bringen lassen, sondern da bleiben, wo wir sowieso schon sind, in der Mitte 🙂

 

5 Kommentare zu “Freitags-Gedanken am 29. März: Mittendrin

  1. Ihr Lieben,
    ja, es stimmt! Generell ist es nicht einfach, immer den Ausgleich zu finden. Das bezieht sich auf alle Themen. Wir neigen dazu, Gefühlsurteile nach Sympathie und Antipathie zu bilden. Das müssen wir überwinden, wenn wir in der Mitte bleiben möchten, eine lebenslange Lernaufgabe, die etwas mit dem Christus in uns zu tun hat.
    Liebe Grüße und einen schönen Abend
    Ursula

  2. Liebe Ursula,
    Vielen Dank für Deinen guten Beitrag! Wie Du schreibst, ist unsere politische Aufgabe der Ausgleich zwischen Ost und West. Diesen Auftrag zu erfüllen ist bei den vielfältigen Konflikten sehr schwer, doch als Volk in der Mitte sind wir von Ost und West abhängig und müssen immer wieder diesen Ausgleich anstreben.
    Liebe Grüße M….

  3. Liebe Maria,
    es freut mich, wenn es mir gelungen ist, das Thema ansatzweise darzulegen. Wir beide wissen, dass es dazu noch viel mehr zu sagen gäbe.
    Liebe Grüße
    Ursula

    1. …das stimmt wohl liebe Ursula, dennoch hast du mit den Mitteln, die dir hier zur Verfügung stehen, ein sehr kkares objektives Bild vermittelt! Ja, zu sagen gibt es viel, viel mehr, das ist richtig aber es gibt ja auch noch genügend „Freitagsgedanken“ 🌞!
      Die Menschen müssen langsam an die Dinge herangeführt werden um zu verstehen.
      Die globalen Risse die sich auftun und deren Entwicklung, können wir nur mit Weitsicht, innerer Ruhe und Bedachtheit entgegen treten. Die größte Waffe die wir entgegensetzen können ist, im Frieden im Mitteinander und in der Liebe und Geduld zu bleiben. Wir haben uns ein spannendes Jahrhundert ausgewählt!
      Gutes Nächtle 🌛

  4. Liebe Ursula,
    vielen Dank für den wirklich segensreichen und wichtigen Beitrag den du gewählt hast! Ich finde es sehr wichtig, dass diese Dinge angesprochen werden und es kann nicht genug Aufklärung in dieser Hinsicht erfolgen! Du hast hier ein gut gegliedertes und objektives Spektrum , der zur Zeit herrschenden globalen Situation wiedergegeben! Mit allen zu berücksichtigen Aspekten. Die Zusammenhänge werden hier sehr gut ersichtlich und ganz klar definiert!
    Vielen Dank für deine vorzügliche Aufklärung und Darstellung, es sei nur zu hoffen, dass recht viele Menschen in dieses Bewusstsein kommen! Das wünsche ich mir und uns, aus tiefstem ❤!
    Allerseits einen schönen Sonntag, von Herzen,
    Maria 🍀🌹

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