Es gibt zwei Wege das Leben zu leben: Alles selbstverständlich zu nehmen, oder die ganze Welt als Wunder zu betrachten.
Ich glaube an Letzteres.

 

– Albert Einstein

„Der Mensch ist dem Weltlauf gegenüber nicht ein müßiger Zuschauer, der innerhalb seines Geistes das bildlich wiederholt, was sich ohne sein Zutun im Kosmos vollzieht, sondern der tätige Mitschöpfer des Weltprozesses; und das Erkennen ist das vollendetste Glied im Organismus des Universums.“

– Rudolf Steiner

„So etwas wie Dunkelheit gibt es nicht.
Es gibt nur die Abwesenheit von Licht“

– Vicky Wall

Freitags-Gedanken am 22. März: Die sieben größten spirituellen Irrtümer

An die geistige Welt muss man glauben, weil man sie nicht beweisen kann

Unsere christliche Kirche und auch die anderen Weltreligionen leben davon, dass die Menschen glauben sollten, glauben im Sinne des Für Wahr-Haltens, was die Priester ihnen von Gott berichteten. Die Gläubigen waren früher beseelt von einem tiefen Vertrauen. Der heutige Mensch gibt sich damit in der Regel nicht mehr zufrieden. Er hat gelernt, seinen Verstand zu benutzen, logisch zu denken und er möchte selbst nachvollziehen können, was er von einzelnen Wissenden erfährt. Aus diesem Bedürfnis heraus  haben sich die Naturwissenschaften gebildet und die Menschen haben zunächst begonnen, die materielle Welt zu erforschen. Heute wissen wir schon eine ganze Menge über die mineralische, die Pflanzen, die Tier und die Menschenwelt, soweit es die physischen Vorgänge betrifft. Doch auch das reicht nicht mehr aus. Immer mehr Menschen machen heute geistige Erfahrungen, stehen in Kontakt zu Verstorbenen und geistigen Wesenheiten. Sich auf dieses unbekannte Terrain zu begeben, kann zu großer Verwirrung führen, denn in der geistigen Welt gibt es mindestens ebenso viel Täuschung und Manipulation wie in unserem täglichen Leben. Deshalb bedarf es auch hier der wissenschaftlichen Forschung, damit wir neben unserer materiellen Welt auch die geistige zu verstehen lernen. Vor etwa 100 Jahren war Dr. Rudolf Steiner der erste, der eine Wissenschaft vom Geist begründet hat, die anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft.

Wir brauchen nichts zu tun. Die geistige Welt wird es schon richten

Wir leben im Zeitalter der Freiheit. Die geistigen Wesen, die uns früher an die Hand genommen und geführt haben wie wir es in unserem Alltagsleben mit kleinen Kindern tun, respektieren diese Tatsache. Die Menschheit ist den Kinderschuhen entwachsen und ist nun selbst für sich verantwortlich, so wie es ein junger Erwachsener ist. Die geistigen Wesen stehen uns zwar noch fürsorglich zur Seite, doch sie bevormunden uns nicht mehr. Es ist ein Geben und Nehmen, so wie es bei einem gesunden Verhältnis zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern ist. Aktiv werden müssen wir aber schon selbst, um unser Leben in die richtigen Bahnen zu lenken.

Seit 2012 ist die alte Zeit beendet und seither leben wir im Aufstiegszeitalter

Richtig ist, dass die Menschheit jetzt wieder die Möglichkeit zum Aufstieg hat. Allerdings ist dafür nicht das Jahr 2012 verantwortlich, sondern das größte kosmische Ereignis der Menschheitsgeschichte, das Erscheinen Jesu Christi auf der Erde. Dieses Ereignis geschah vor etwa 2000 Jahren, genau in der Mitte der Menschheitsentwicklung auf der Erde. Damals war der tiefste Punkt des Abstiegs ins Materielle erreicht und es bedurfte eines gewaltigen Impulses, um aus diesem Tal wieder herauszufinden. Das ist zwar bis heute erst sehr rudimentär gelungen, doch der Kosmos denkt in anderen Zeiträumen als wir Menschen dies gewohnt sind. Der Impuls ist gesetzt und nun liegt es an uns, etwas daraus zu machen. Der erste Schritt ist es, nach der Wahrheit zu suchen, die uns frei machen wird, damit wir dann zur Liebe auf Erden gelangen können. Schon heute ist absehbar, dass nicht die gesamte Menschheit diesen Weg der Liebe gehen wird. Eine Spaltung ist vorprogrammiert und in ihren Anfängen bereits erkennbar.

Wir leben bereits im Wassermannzeitalter

Wir leben immer noch im Fischezeitalter. Dieses hat erst 1413 begonnen, wird 2160 Jahre lang dauern und erst 3573 in das Wassermannzeitalter übergehen. Das Gerücht, dass wir dieses schon erreicht hätten, wurde in die Welt gesetzt, um die Illusion zu nähren, wir seien schon fertig und müssten nicht mehr an unserer weiteren Entwicklung arbeiten. Im Wassermannzeitalter soll dann für den Teil der Menschheit, der diesen Weg mitgeht, die Brüderlichkeit verwirklicht werden. Wir freuen uns drauf!

Wir kommunizieren unmittelbar mit Gott

Wir Menschen gelten im Kosmos als die Geister der Freiheit und stehen als geistige Wesen zehn Hierarchiestufen unterhalb der Gottheit. Dazwischen weben und wirken mächtige Wesenheiten, die ständig mit uns in Kontakt stehen. In der Bibel ist von den neun Engelchören die Rede, die Rudolf Steiner als die Hierarchien bezeichnet hat. Es sind dies: Engel, Erzengel, Archai, Elohim, Dynamai, Kyriotetes, Throne, Cherubim und Seraphim. Nur die letztgenannten, die Seraphim, können direkt ins Angesicht der Gottheit schauen. Alle diese Wesen haben ihre speziellen Aufgaben. Wie mächtig sie sind, können wir vielleicht erahnen, wenn wir bedenken, dass unsere Schöpfergötter „nur“ vier Stufen über uns stehen. Es sind die Geister der Form, die Elohim. Am vertrautesten von diesen Wesen ist uns meist unser Schutzengel, der eine Stufe über uns steht und uns durch alle unsere Inkarnationen begleitet und zur Seite steht. Viele Kinder sehen ihn noch, was sich leider meist mit zunehmendem Alter verliert. Doch wir können wieder Kontakt zu ihm aufnehmen und ihm immer mehr Beachtung in unserem Leben einräumen. Das ist eine gute Möglichkeit, mit der geistigen Welt in Kontakt zu treten. Eine ganz besonders tiefgehende Erfahrung ist es schon, wenn wir mit einem Erzengel von der zweiten Hierarchiestufe  kommunizieren. Es wird berichtet, dass Gabriel der späteren Mutter Jesu erschienen ist, um von dieser bevorstehenden Geburt zu verkünden. Ebenso hat der Prophet Mohammed seine Instruktionen von Gabriel erhalten. Es waren schon besondere Menschen, denen diese Gnade widerfahren ist und der Kontakt war mit einer ganz besonderen Botschaft und einem Auftrag für diese verbunden.

Bei Jesus Christus verhält es sich anders. Er ist eine ganz besondere Wesenheit, die sowohl den Elohim, unseren Schöpfergöttern angehört als auch in einem menschlichen Körper unter Menschen gewirkt hat. Dadurch ist er nicht mehr nur ein Sonnenwesen, sondern auch ein Erdenwesen geworden, das eine ganz besonders innige Beziehung zu uns Menschen aufgebaut hat und uns wie ein Bruder zur Seite steht. Wenn wir den Christus in uns integrieren, wird er zu unserem I.Ch, diesem wunderbaren Geist in unserem Herzen, der uns zur reinen Liebe zu allen Wesen befähigt.

Es gibt Gott und sein Gegenspieler ist der Teufel

Es gibt im Kosmos nichts, was nicht von Gott bzw. den göttlichen Hierarchien geschaffen wurde und damit außerhalb der Schöpfung stünde. Das gilt auch für den sogenannten Teufel, den es aber als Gegenspieler Gottes so nicht gibt. Vielmehr gibt es zwei verschiedene Widersacherkräfte, Luzifer und Ahriman, auch Satan genannt. Beide haben eine wichtige Aufgabe in Bezug auf uns Menschen. Luzifer, der Lichtträger, will uns von der Erde weg zum Licht führen. Eigentlich eine gute Sache, doch er will es um jeden Preis und nicht, dass wir den Weg aus uns selbst heraus in Freiheit finden. Er benutzt die Mittel der Täuschung und der Illusion und hat mit seinen Heerschaaren die gesamte moderne Esoterikszene zu verantworten. Immer dann tritt er auf, wenn es um Wohlfühl-Esoterik geht, die uns alle möglichen Höhenflüge ohne unsere Arbeit an uns selbst verspricht. Auf der anderen Schale der Waage steht Ahriman, jene Wesenheit, die uns um jeden Preis in der Materie festhalten und unseren Aufstieg zu verhindern sucht. Dieser Vater der Lüge, wie er auch genannt wird, ist gerade in unserer Zeit sehr aktiv und versucht von uns Menschen Besitz zu ergreifen. Wie gut, dass es ja noch die dritte Kraft gibt, die ausgleichende in unserer Mitte, den Christus in uns, unser I.Ch. Mit ihrer Hilfe vermögen wir die Angriffe Luzifers und Ahrimans zu meistern.

Das Jenseits besteht aus Himmel und Hölle

Ganz so einfach ist es nicht. Jeder Mensch durchlebt nachdem er durch die Pforte des Todes geschritten ist, verschiedene Phasen in der geistigen Welt, und zwar unabhängig davon, wie er auf der Erde gelebt hat, ob er viel Gutes getan hat oder ob sein Leben durch Egoismus geprägt war. Allerdings ist die Art und Weise, wie wir diese verschiedenen Phasen erleben, sehr stark von unserem vergangenen Erdenleben abhängig. Waren wir z. B. sehr egoistisch, so erleben wir drüben eine furchtbare Einsamkeit in einer bestimmten Phase, die wir durchlaufen müssen. Es kann sein, dass wir diese Phase dann tatsächlich als eine Art Hölle erleben, die aber nicht als Strafe zu verstehen ist, sondern die wir uns selbst durch unsere Lebensführung zuzuschreiben haben. Doch auch ein egoistischer Mensch hat seine guten Seiten und so mag dieselbe Individualität in einer anderen Sphäre des Jenseits viel Freude erleben. Sinn dieser Aufarbeitung unseres letzten Erdenlebens ist es, dass wir den Wunsch entwickeln, unsere Schwächen und Stärken zu erkennen und daraus die Bedingungen unserer zukünftigen Inkarnation entwickeln. In uns entsteht der Wunsch, dies und jenes beim nächsten Mal besser zu machen und das ist der Antrieb für unsere neue Wiederverkörperung, eine ständige Vervollkommnung unseres Selbst.

4 Kommentare zu “Freitags-Gedanken am 22. März: Die sieben größten spirituellen Irrtümer

  1. … da sagst du das Richtige Ursula, die Betonung liegt hier durchaus auf „Eingeweihte“! Diese Dinge ausführen zu können, bedeutet noch lange nicht in ihre Ursprünglichkeit eingeweiht zu sein. Hier wird etwas gelehrt und weitergegeben ohne wahre Hintergründe, bzw nur angerissene Hintergründe zu kennen! Sonst wären wir in unseren Gebieten überschwemmt mit Yogis, die Jahrzehntelang Achtsamkeit und Enthaltsamkeit auf allen Ebenen üben. Das ist nur ein Beispiel. Yoga wird hier mehr als Sport aber nicht als Lebensphilosophie aufgefasst mit allem was dahinter steht!
    Sollte es die jeweiligen Menschen auf den Weg bringen, ist es durchaus produktiv aber eben auch gefährlich durch Unkenntnis!

    Ein gutes Nächtle wünsche ich!
    Maria 🌹

    1. Ja, Oberflächlichkeit ist die eine wichtige Sache. Was jedoch noch gravierender ist: selbst wenn die alten Lehren ernsthaft betrieben werden und da gibt es ja durchaus Vertreter, die das anstreben, haben sie heute keine Gültigkeit mehr. Christus sagt: „Ich mache alles neu“ und in dem Moment, wo sein Blut vom Kreuz herab die Erde berührt hat, hat die Erde eine völlig neue Aura bekommen, d. h. ihr Äther und Astralleib sind völlig umgestaltet worden. Seither leben die Menschen unter anderen Bedingungen als es zuvor der Fall war und das bedeutet für uns, dass wir uns darauf einstellen müssen. Es kann soweit gehen, dass dasjenige, was früher einmal hilfreich für die Menschen war, ins Gegenteil umschlägt. Irgendjemand hat einmal gesagt: „Das Böse ist das Gute zur falschen Zeit“. Darüber sollten wir uns bewusst werden. Alle bisherigen Lehren und Religionen bedürfen der Durchchristung, natürlich im Sinne einer Erneuerung aus dem Inneren der jeweiligen Lehren heraus und nicht im religiösen Sinne der offiziellen „christlichen“ Kirchen. Das wäre erst recht kontraproduktiv 😉
      Schönen Sonntag
      Ursula

  2. Liebe Ursula,
    du hast hier sehr schön die Glaubenssätze deutlich gemacht, mit denen wir seit unserer Kindheit aufgewachsen sind. Die uns als christlich und bekennend als Christen, lange Zeit geprägt haben weil einfach das tiefere Verstehen der Bibel und damit das Verständnis gefehlt hat. Selbst von den Würdenträgern der Kirche und allgemein der Religionen wurde hier über Jahrhunderte verblendet, falsches gelehrt, ob bewusst oder unbewusst sei dahingestellt; wahrscheinlich ersteres! Aber die Vorgänge hier zu erläutern wäre zu ausschweifend. Nun liegt es an uns, die Wahrheit zu erkennen, zu hinterfragen und die Weltsicht in ein richtiges Maß zu rücken. Wir haben heute alle Möglichkeiten dazu. Seit ich mich mit dem Thema Rudolf Steiner und dessen Geisteswissenschaft beschäftige, fällt es mir wie Schuppen von den Augen und alles was vorher im Verborgenen lag wird ersichtlich, klarer und sinnhaftig.
    Nun mit der Esoterik im herkömmlichen Sinne, laufen wir in Gefahr uns heftig in Verblendung zu verstricken. Zu schnell folgen wir Menschen und Ritualen, die es vermeintlich gut meinen. Wie du und ich, haben wir auch den Einstieg über die Esoterik in die geistige Welt gefunden, was gewissermaßen auch dann als positiv zu bewerten ist. Jedoch verleitet es sehr dazu auf der Stelle stehen zu bleiben und das ist das gefährliche. Der Himmel wird es schon richten ist schnell gesagt; was natürlich im Sinne des Karmas und auch des Resonanzgesetzes so ist; Ursache und Wirkung arbeiten hier Hand in Hand, dass aber nicht bedeutet sich auszuruhen und sich mit gefaltenen Händen der wirkenden Mächte zu überlassen. Es erfordert ständige Arbeit und das, in erster Linie an sich selbst! Channelmedien schießen aus dem Boden und einer weiß mehr wie der Andere! Die objektive Sicht ist hier gar nicht gegeben. Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen aber aus meiner Sicht ist hier eine Entwicklung zum Trend geworden! Menschen, die in wirklichem Bezug zur geistigen Welt stehen, würden es nicht in solch einem Maße vermarkten, da sie wissen, das diese Gabe viel zu kostbar ist und wenn, tun sie es mit freiem Willen um aufzuklären aber nicht eigennützig.

    So , ich wünsche allerseits ein wunderbares Wochenende,
    liebe Grüße,
    Maria

    1. Liebe Maria,

      vielen Dank für deine ergänzenden Gedanken! Und noch etwas sehr wichtiges: Die Beschäftigung mit Yoga und Schamanismus boomt. Das sind uralte Lehren, die durchaus durch Eingeweihte in die Welt gekommen sind und damals ihre Berechtigung hatten und für die Menschen hilfreich waren. Nur hat sich durch das Mysterium von Golgata alles grundlegend geändert und was in alter Zeit richtig war, ist heute spirituell kontraproduktiv, ja geradezu gefährlich. Es ist soooo wichtig, dass wir uns mit der Geisteswissenschaft beschäftigen! Sie erklärt uns wirklich umfassend die Welt und unsere Stellung in dem großartigen kosmischen Geschehen. Ich wünsche mir so sehr, dass viele Menschen den Zugang dazu finden.

      liebe Grüße
      Ursula

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