Es gibt zwei Wege das Leben zu leben: Alles selbstverständlich zu nehmen, oder die ganze Welt als Wunder zu betrachten.
Ich glaube an Letzteres.

 

– Albert Einstein

„Unsere Gedanken bestimmen, wie wir die Welt erleben“

– Buddha

„Der Mensch ist dem Weltlauf gegenüber nicht ein müßiger Zuschauer, der innerhalb seines Geistes das bildlich wiederholt, was sich ohne sein Zutun im Kosmos vollzieht, sondern der tätige Mitschöpfer des Weltprozesses; und das Erkennen ist das vollendetste Glied im Organismus des Universums.“

– Rudolf Steiner

„So etwas wie Dunkelheit gibt es nicht.
Es gibt nur die Abwesenheit von Licht“

– Vicky Wall

Freitags-Gedanken am 15. Februar: Zusammenspiel der Organismen

Es ist immer eine gute Idee, erst einmal bei sich selbst anzufangen, in diesem Fall beim menschlichen Organismus.

Da haben wir zunächst unseren physischen Körper, ohne Zweifel ein großartiger, bis ins Kleinste durchdachte, Organismus. Hier arbeitet jedes einzelne System, unsere Nerven, unser Blutkreislauf, unsere Atmung, unsere Verdauung – was immer wir auch betrachten mögen – einerseits für sich selbst und in sich selbst nach funktionalen Gesetzmäßigkeiten, andererseits sind aber auch alle diese Funktionskreise miteinander verbunden. Auf körperlicher Ebene sind die Verbindungen physisch nachweisbar. Es handelt sich um elektrische Impulse, Hormone, Transmitter, Botenstoffe jeglicher Art, um Fauna und Flora in unserem Darm. Allein unser physischer Körper ist ein mit Weisheit durchdrungenes Wunderwerk der Natur. Mit diesem unserem Wesensglied sind wir Menschen ganz und gar ein Bestandteil der physischen Welt, der Naturreiche.

In dieser Hinsicht teilen wir uns die Welt mit dem Mineralreich, jener Ebene, die wir mithilfe wissenschaftlicher Methoden bereits weitgehend erforscht haben.

Doch unser Körper ist nicht funktionsfähig ohne die nächste Ebene, unseren Ätherkörper. Er bildet eine enge Verbindung mit dem physischen Körper, durchdringt diesen und ist u. a. dafür zuständig, dass dieser sich ständig regenerieren und erneuern kann. Er liefert die eigentliche Lebenskraft, die wir aus anderen Kulturkreisen auch unter den Bezeichnungen Prana oder Chi kennen. Er ist durch Meridiane (Energielinien) und Chakren mit dem physischen Körper über das Drüsensystem verbunden. Schon auf dieser Ebene endet die rein materielle Betrachtungsweise des Lebens. Rein stofflich ist der Ätherkörper nicht nachweisbar. Allerdings zeigen die Erfolge von Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM), Licht- und Klangtherapien, dass diese Zusammenhänge eindeutig bestehen und die Akzeptanz dieser Tatsache nimmt in breiten Kreisen der Bevölkerung kontinuierlich zu.

Den Ätherleib haben wir mit den Pflanzen gemeinsam. Er ermöglicht das, was wir als biologisches Leben bezeichnen. Bis zu dieser Stufe können wir uns mit Fug und Recht als ein Naturwesen betrachten, ganz eingebunden in die organischen Wachstum- und Verfalls-Prozesse des Lebens, des Werdens und des wieder Vergehens.

Die nächste Ebene unseres Seins wird durch den Astralleib bestimmt. Er durchdringt den physischen  Leib und umhüllt ihn in Form einer feinstofflichen eiförmige Hülle, die Hellsichtige als farbige Aura wahrnehmen können. Der Astralleib gilt als der Sitz der Seele. Hier werden unsere Sinneseindrücke verarbeitet, wohnen unsere Triebe und Begierden und entstehen unsere Empfindungen und Gefühle. Auf dieser Ebene bilden wir unsere Sympathien und Antipathien, den Sinn für das Schöne. Naturbetrachtung und Kunstsinn haben hier ihr Zuhause.

Dieses Wesensglied haben wir weitgehend mit den Tieren gemeinsam. Jeder, der sie beobachtet oder gar mit einem Haustier zusammenlebt, weiß, dass sie eine Seele haben, allerdings eine Gruppenseele wie sie auch dem frühen Menschen bzw. Menschenanwärter zu Eigen war. Doch die Evolution ist vorangeschritten.

Das, was uns heute zu unverwechselbaren Individuen macht, ist unser Ich, unser Bewusstsein über unser Selbst. Dieses Ich ist ein zweischneidiges Schwert, denn es kann uns zum Egoismus führen oder zur tiefen Erkenntnis der Wahrheit, der Freiheit und schließlich der Liebe. Letzteres ist uns durch das Wirken Jesu Christi auf der Erde möglich geworden. Er erschien genau in der Mitte der vierten nachatlantischen Kulturepoche und damit gleichzeitig in der Mitte des gesamten aus sieben Kulturepochen bestehenden nachatlantischen Zeitalters. Diese Tatsache weist uns darauf hin, dass auch unsere Erde ein lebender Organismus ist, der sich in verschiedenen Seins-Zuständen immer wieder verkörpert und ebenfalls verschiedenen Zyklen durchläuft.

Es ist kein Zufall, dass das kosmische Christus-Ereignis zu genau diesem Entwicklungszeitpunkt von Erde und Menschheit geschah. Alles im Universum und auf der Erde muss erst einen gewissen Reifegrad erreichen, damit bestimmte Ereignisse eintreten können. Dieses Christus-Ereignis bedeutet eine völlig neue Dimension für unsere Entwicklung hin zum vollwertigen Menschen. Jenseits aller Religionen haben wir jetzt die Möglichkeit frei zu werden. Religionen wurden eher erschaffen, um dieses Freiwerden des individuellen Menschenwesens zu verhindern … aber das ist eine andere Geschichte. Nun stehen wir an der Schwelle, dass unser Potenzial sich entfalten darf und wir zu wahrhaft kosmischen Wesen heranwachsen. Unser entwickeltes Ich ist das Bindeglied zu jener kosmischen Dimension unseres Seins. Unsere Bestimmung ist es, uns zu freien Wesen zu entwickeln. Nur am Rande sei bemerkt, dass sich die Entwicklung der Menschheit als Ganzem in jedem einzelnen Menschenleben wiederspiegelt. Alle sieben Jahre erleben wir eine Zäsur in unserem ganz persönlichen Entwicklungsplan.

Was wir zurzeit in der Welt erleben, ist ein geistiger Kampf um diese Freiheit des Einzelnen. Die Widersacherkräfte tun alles, aber auch alles, um uns diesen Zugang zum Geistigen zu erschweren. Eines ihrer wirksamsten Mittel ist es, uns im Materialismus festzuhalten, uns einzureden, dass wir nur ein höheres Tier und damit ausschließlich Wesen der naturalistischen Welt seien. Dieser Erziehungsprozess (zutreffender: Manipulationsprozess) beginnt spätestens in der Schule, setzt sich fort in höheren Bildungseinrichtungen und Universitäten, gipfelt im Hamsterrad eines geistfeindlichen Berufslebens und endet mit unserem physischen Tod, indem der Ablösungsprozess unserer höheren Wesensglieder während des Sterbeprozesses gestört wird.

Es ist kein einfacher Weg, sich durch alle diese Widrigkeiten hindurch, dennoch zur Wahrheit und Freiheit vorzuarbeiten und uns Zugang zur geistigen Welt zu verschaffen. Verständlicherweise möchte sich nicht jeder dieser Anstrengung, all diese Hindernisse zu überwinden, aussetzen. Unsere Freiheit liegt darin, dies zu tun oder eben auch zu unterlassen. Sollten wir uns für die Überwindung der inneren und äußeren Hindernisse entscheiden, erwarten uns völlig neue Erfahrungsreiche.

Wir erleben den Kontakt zu geistigen Wesen. Gemäß uraltem Menschheitswissen befinden sich zwischen uns Menschen und dem, was wir die Gottheit nennen, neun verschiedenartige Wesen mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen und Fähigkeiten, im katholischen Christentum auch als die neun Engelchöre bekannt. Am nächsten stehen uns die Wesen der dritten Hierarchiestufe, zu der die Engel, die Erzengel und die Archai gehören. Unser Schutzengel aus der Welt der Engel ist uns am vertrautesten und so können wir an seinem Beispiel am besten nachvollziehen, wie wir uns unser Zusammenwirken mit der geistigen Welt vorstellen können. Oft meinen wir, dass unser Schutzengel auf uns aufpasst, dass er uns vor unüberlegten Handlungen bewahrt, uns in eine Richtung lenkt, die uns förderlich ist. Das trifft auch durchaus zu, doch ist dies keine Einbahnstraße. Auch wir sind verantwortlich für seine Entwicklung. Er wird genährt durch unsere Gedanken, und zwar ausschließlich durch diejenigen, die sich jenseits des Materiellen bewegen. Alles, was wir im Laufe des Tages an Liebevollem, Mitfühlendem, Selbstlosem – kurz Nicht-Egoistischem – denken, fördert die Entwicklung unseres Schutzengels und führt dazu, dass er uns unterstützen kann, wie es seiner Aufgabe entspricht. Analog geschieht es mit den Erzengeln auf der Gefühlsebene und mit den Archai auf der Ebene des Handelns. Wir geben der geistigen Welt während unseres Tagesbewusstseins und wir empfangen von ihr während des Schlafs.

Ebenso wie in unserem Körper und auf unserem Heimatplaneten alle Zyklen, Rhythmen und Prozesse wesenhaft einander bedingen und voneinander abhängen, so ist es eben auch bei dem ganz großen, kosmischen Organismus. Nichts geschieht zufällig, keine Wirkung ist ohne Ursache, wie es im Kleinen ist, so ist es im Großen. Wir Menschen stehen mitten drin, als Vermittler zwischen den Welten, der stofflichen und der geistigen Welt. Mögen wir unser Ich ergreifen und unsere Aufgabe im großen Weltenplan würdig erfüllen. Dann steht unserem Aufstieg in die geistige Welt zur zehnten Hierarchiestufe, den Geistern der Freiheit, nichts mehr im Wege.

Dazu gibt es eine interessante Videoaufnahme einer Radiosendung mit Axel Burkart, die ich euch sehr empfehlen kann: https://www.youtube.com/watch?v=tjKWbre-gl4

Viel Freude beim Anschauen des Videos und vor allem beim Freiwerden 🙂

 

5 Kommentare zu “Freitags-Gedanken am 15. Februar: Zusammenspiel der Organismen

  1. Hmmmm, natürlich ist in einiger Hinsicht oft eine Starrheit da aber ich denke, das hängt auch damit zusammen, das sie teilweise gerade erst auf den Weg kommen in den jungen Generationen. Aber ich denke auch, dass sie durch den objektiven Weitblick den sie mitbringen, sich viel leichter tun und später mehr fokusiert sind ,als es bei manch unsereins gewesen ist. Sie sind dazu prädestiniert! Wir sind und waren Wegbereiter….sie vollenden das getane, wenn es an der Zeit ist und ihr Seelenplan in Einklang kommt!
    🌼🌺🙌🌱

    1. Tja, so ist es 🙂 Wir brauchen eben auch Geduld. Heute bereitet sich vieles vor, dass manchmal, vielleicht sogar meistens, erst in späteren Erdenleben zum Tragen kommt.

  2. Das hast du sehr schön beschrieben liebe Ursula,
    hier kommt die Vollkommenheit und unser Ursprung unserer Schöpfung zur Geltung, bis ins kleinste Detail! Mit welch hoher, Intelligenz, Schaffenskraft und Liebe diese kosmische Exaktheit unseres „Seins“ zu Grunde liegt ist unermesslich und geradezu unfassbar. Eins greift ins andere, das mit irdischen Worten nicht zu beschreiben ist und wir es dennoch nur erahnen können. Viel zu selbstverständlich nehmen wir die göttliche Schöpfung hin, die hinter uns und allem steht, ohne uns bewusst zu machen welche Gabe uns hier geschenkt wurde. Und wie leichtfertig und gnadenlos gehen wir mit dem gottgegebenen um? Ohne Rücksicht auf Verluste und über alles erhaben, ohne Demut und Achtung! Hier liegt die Gefahr, uns in den Illusionen des Alltags zu verrennen und zu verstricken. Wir werden auf allen Ebenen abgelenkt (Ahrimanische Kräfte), uns zu besinnen, wer wir wirklich sind. Naturwesen geistiger Herkunft! um diese Erfahrungen hier machen zu dürfen. Es ist so toll zu sehen und zu erleben, das immer mehr der jüngeren Generationen ein ganz anderes Bewusstsein hegen und pflegen. Ich lerne immer mehr junge Leute kennen, die diese Wege des freien Denkens nicht nur besitzen sondern auch leben und mit Leichtigkeit umsetzen. Das ist die Zukunft die wir so dringend benötigen. Es wird immer rasanter und es erfüllt mich mit großer Freude, dies erleben zu dürfen. Es ist ein riesen Umbruch, der mit kleinen Wogen immer größere Wellen schlägt!
    Der Weg ist bereitet…….!

    Ich wünsche ein schönes sonniges Wochenende, mit dem Frühling im Herzen,
    liebe Grüße,
    Maria

    1. Liebe Maria,
      vielen lieben Dank für deinen so hoffnungsvollen Ausblick! Ja, an der jungen, in vieler Hinsicht offenen Generation sollten wir uns ausrichten, nicht an jenen, die sich so schwer tun, sich von ihren alten Glaubenssätzen und Weltbildern zu lösen. Aber von Letzteren sind wir halt auch überall umgeben und manchmal fällt es sooo schwer, ihre Starrheit zu ertragen.
      Es gilt eh immer zuerst, bei sich selbst anzufangen.
      Alles Liebe und viel vorfrühlingshaften Sonnenschein 🙂

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