Es gibt zwei Wege das Leben zu leben: Alles selbstverständlich zu nehmen, oder die ganze Welt als Wunder zu betrachten.
Ich glaube an Letzteres.

 

– Albert Einstein

„Unsere Gedanken bestimmen, wie wir die Welt erleben“

– Buddha

„Der Mensch ist dem Weltlauf gegenüber nicht ein müßiger Zuschauer, der innerhalb seines Geistes das bildlich wiederholt, was sich ohne sein Zutun im Kosmos vollzieht, sondern der tätige Mitschöpfer des Weltprozesses; und das Erkennen ist das vollendetste Glied im Organismus des Universums.“

– Rudolf Steiner

„So etwas wie Dunkelheit gibt es nicht.
Es gibt nur die Abwesenheit von Licht“

– Vicky Wall

Freitags-Gedanken am 1. Februar: Der Weg entsteht beim Gehen

 

                                                                            Der Weg von Renate Bayer

 

Entschlusskraft und Schöpfung gibt es eine grundlegende Wahrheit. Die Unkenntnis davon zerstört unzählige Ideen und großartige Pläne und das ist es, dass in dem Moment, da jemand sich endgültig verpflichtet, dann auch die göttliche Vorsehung Einzug hält.

Alle möglichen Dinge ereignen sich, um diesem zu helfen, Dinge, die sich sonst nie ereignet hätten. Ein ganzer Strom von Ereignissen ergibt sich aus der Entscheidung.

Sie ruft für jeden, der die Entscheidung getroffen hat, alle möglichen Vorkommnisse und Zusammenkünfte und stoffliche Hilfe hervor, von der kein Mensch sich hätte träumen lassen, dass sie auf diese Weise eintreffen  würden.

Was immer du tun kannst, oder wovon du träumst, du könntest es tun: beginne damit.

Kühnheit trägt Genius, Macht und Zauber in sich.

Beginne es jetzt.

Dieses bekannte Goethewort weist uns darauf hin, dass wir durch unsere Entscheidung eine Lawine von uns förderlichen Ereignissen in Gang setzen können. Voraus geht in der Regel ein Prozess in unserem Innern, der letztlich zu dieser Entscheidung geführt hat. Wir überlegen, wägen ab und malen uns die Folgen einer möglichen Entscheidung aus, die positiven wie die negativen. Das ist menschlich und bis zu einem gewissen Grad sicher auch erforderlich. Blauäugig sollten wir uns sicher nicht in irgendein Abenteuer stürzen.

Doch sollten wir es mit unserer Vorsicht auch nicht übertreiben. Zu viele Bedenken hemmen und blockieren die in dem Goethewort angesprochene kraftvolle Willensenergie.

Die Notwendigkeit zur Entscheidung kann auf unterschiedliche Art und Weise an uns heran treten. Manchmal kommt sie vermeintlich von außen. Wir arbeiten zum Beispiel jahrelang mehr oder weniger zufrieden in einem bestimmten Beruf, ohne jedoch eine besondere Perspektive vor Augen zu haben und vor allem, ohne dass uns diese Tätigkeit im Inneren erfüllen würde. Wir haben zwar unser geregeltes Einkommen, empfinden unsere Arbeit jedoch oft als eintönig, wenig innovativ. Plötzlich tritt ein Ereignis in unser Leben, das uns dazu zwingt, alles Bisherige einschließlich unserer beruflichen Tätigkeit auf den Prüfstand zu stellen. Das kann zum Beispiel der Umzug unseres Unternehmens, eine Krankheit oder die Trennung von unserem Partner sein. In solchen Fällen stellt sich die Frage, sind wir wirklich völlig unbeteiligt an solchen vermeintlichen Schicksalsschlägen, die in unser Leben treten? Oder haben wir sie auf unbewusste Weise etwa selbst mit vorbereitet und sogar provoziert? Vielleicht haben wir tief in unserem Inneren eine entsprechende Ahnung, spüren, dass es so sein könnte. Im Außen sind Entwicklungen dieser Art schwer greifbar, denn sie spielen sich auf geistiger Ebene ab. Unsere Gedanken und Gefühle sind daran beteiligt und auch unser im Unbewussten wirkender Wille. Vielleicht haben wir uns ganz einfach nicht getraut, ganz offen aus den gewohnten Strukturen auszubrechen, um neue Wege zu gehen. So haben wir möglicherweise unbewusst dazu beigetragen, dass etwas im Äußeren eintreten konnte, das uns zu einer Entscheidung zwingt. Das mag ein Umweg sein, doch es ist für unsere Neuorientierung nicht zu spät. Wir haben jetzt immer noch die Chance, diese Entscheidung zur Veränderung unserer Lebensumstände klar zu treffen und damit all die unterstützenden Kräfte auf den Plan zu rufen, die Goethe in seinem kleinen, und doch so bedeutsamen Text anspricht.

Wenn uns der Wunsch, unserem Leben eine neue Richtung zu geben, bewusst ist, liegen die Dinge klar auf der Hand. Dann kommt es nur noch auf unsere Willenskraft an, denn wir alle wissen, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Jetzt besteht die Kunst darin, auf der einen Seite nicht allzu verbissen nach Möglichkeiten zu suchen und zu starre Vorstellungen zu entwickeln, auf der anderen Seite aber doch zielstrebig voran zu schreiten. Mit der ersten Taktik würden wir unseren Handlungsspielraum und denjenigen unserer geistigen Helfer zu sehr einschränken. Wir würden vielleicht mit Scheuklappen an guten Gelegenheiten vorüber gehen, weil wir zu sehr auf eine bestimmte Ausprägung unserer Vorstellung fixiert  und nicht offen genug wären. Wenn wir allerdings alles einfach laufen ließen, ohne selbst aktiv zu werden, können wir auch nicht damit rechnen, dass sich die Dinge in unserem Sinne fügen werden.

Zur Veranschaulichung, wie ein solcher Prozess im täglichen Leben ablaufen kann, möchte ich eine Geschichte aus meinem eigenen Leben erzählen, die sich tatsächlich genauso zugetragen hat:

In meinem Inneren reifte etwas, das ich zunächst nicht benennen konnte. Es entwickelte sich eine Ahnung in mir, die sich langsam zum Wunsch verdichtete und schließlich wusste ich, ich wollte mich sichtbar machen, mit meinen Aura-Soma-Produkten, Lichtbehandlungen und spirituellen Massagetechniken, heraus treten aus den Kellerräumen meines Privathauses. Zwar hatte ich diese erst kürzlich für diese Angebote umgebaut und ansprechend gestaltet, doch jetzt war es an der Zeit, den nächsten Schritt zu tun und an eine breitere Öffentlichkeit heranzutreten. Nachdem ich den klaren Entschluss dazu gefasst hatte, begann ich mehr und mehr für das Projekt einer eigenen Praxis zu brennen, ohne mich dabei jedoch unter Zeitdruck zu setzen. Mein Plan war, mich zunächst in Ruhe nach einem geeigneten Ladenlokal umzuschauen. Ich begann meine Suche im ansprechenden Teil des Stadtteils Mühlheim. Tatsächlich fand ich ein freies Ladenlokal, das möglicherweise in Frage gekommen wäre. Ich besitze kein Auto und so nahm ich zurück nach Hause den Bus, die direkteste Verbindung in meinen Stadtteil. Oh je, ich hatte die Fahrtzeit total unterschätzt! Während der mir endlos erscheinenden Fahrt wurde mir klar, dass Mühlheim schon aus logistischen Gründen keine Option darstellte. Kurz entschlossen stieg ich nicht dort aus, wo es am nächsten nach Hause gewesen wäre, sondern fuhr, einer plötzlichen Eingebung folgend, noch eine Station weiter. Es konnte ja nichts schaden, mal ein Stück die Salmstraße entlang zu schlendern! Nach ein paar Schritten stieß ich auf ein frei stehendes Ladenlokal. Ich glaubte meinen Augen kaum zu trauen: es war ideal für meine Zwecke geeignet! Zwei Räume: einer für Beratungen und Verkauf, einer für Behandlungen. Während ich damit beschäftigt war, mir die im Fenster liegende Telefonnummer zu notieren, sprach mich eine Frau von hinten an. Es war die Vermieterin. So ergab ein Wort das andere und nach zwei intensiven und vor allem kreativen Monaten war ich stolze Mieterin meiner eigenen Praxis. Trotz der Kürze der Zeit von der ersten Planung, über die Renovierungsarbeiten samt Bodenbelag, Feng-Shui-Gutachten, Möbelbeschaffung und, und, und… verliefen diese Wochen erstaunlich stressfrei. Ich fühlte mich in dieser Zeit von guten Geistern getragen und hegte nicht den geringsten Zweifel daran, dass alles glatt gehen würde. Und tatsächlich klappte alles absolut reibungslos: ich fand einen Handwerker, der sich als Allround-Genie entpuppte, meine beiden Feng-Shui-Damen hatten auch gleich eine Architektin an der Hand, die noch wertvolle Hinweise gab und die Möbel wurden fristgerecht geliefert. So stand der Einweihungsparty an dem mir selbst gesetzten Termin nichts mehr entgegen.

Ich habe diese Zeit in wunderbarer Erinnerung, denn ich lebte in absolutem Vertrauen darauf, dass sich alles zu meinem Besten fügen würde. Etwas Ähnliches habe ich zuvor nur während meiner Schwangerschaften erlebt. In diesen zweimal neun Monaten hatte ich mich ebenfalls völlig unverwundbar gefühlt, so als seien unsichtbare Kräfte eigens damit beauftragt, mich vor allen denkbaren Angriffen der Welt schützend zu bewahren. Heute weiß ich, dass es genau so gewesen ist!

Also, ihr Lieben, fühlt euch ermuntert, eure ganz individuelle Entscheidung zu treffen, seid schöpferisch, macht Pläne, doch vor allem vertraut darauf, dass sich alles zu eurem Besten fügen wird J

3 Kommentare zu “Freitags-Gedanken am 1. Februar: Der Weg entsteht beim Gehen

  1. Ihr Lieben,
    vielen Dank für eure Beiträge und die Schilderung der Beispiele aus euren eigenen Erfahrungen. Es ist wunderbar, dass ihr euer Leben in dieser Weise betrachtet als ein Zusammenspiel unserer eigenen Aktivitäten und der Unterstützung durch die geistige Welt. Genauso ist es! Ich freue mich sehr, dass sich offensichtlich immer mehr Menschen dieser Wirkkräfte bewusst werden. Ein weiteres Beispiel: Vor kurzem erfuhr ich, dass an meiner Arbeitsstelle eine liebe Kollegin gekündigt hat. Sie hat dies in dem Bewusstsein getan, dass etwas Neues nur in ihr Leben treten könne, wenn sie zuvor eine klare Entscheidung treffen würde. Ich finde das wirklich beachtlich!
    ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende 🙂
    Ursula

  2. Liebe Ursula,
    diese Situationen begleiten mich nun schon einige Jahre. So erging es mir nachdem mein Turm (wie du weißt )zusammenbrach und ich daraufhin meinen Job nach 32 Berufsjahren an den Nagel hing und plötzlich vor der HP-Schule stand, wie von Händen getragen. Da fiel es mir wie Schuppen von den Augen! Nun bin ich schon 2 Jahre dabei. Mein weiterer Weg führte mich dann zu meiner neuen Arbeitsstelle, der Grundschule, wo ich vielen kleinen Geschöpfen mein Licht spenden kann. Nun bin ich dort eine Position weitergerückt, nach gut 1,5 Jahren meiner dortigen Tätigkeit. So langsam zeichnen sich nun die Zusammenhänge ab, nämlich diese, dass ich auch in Zukunft therapeutisch u.a mit Kindern arbeiten möchte. Ich fühle mich auf dem ganzen hiesigen Weg liebevoll getragen und die Umstände treten in mein Leben wie aneinandergereiht. Mittlerweile denke ich, nicht der Weg ist das Ziel, sondern die Taten und Handlungen die man auf dieser Reise tut, bringen das Ziel des Seelenrufs immer näher.
    Es braucht Mut sich darauf einzulassen und es ist auch nicht immer ohne Holpersteine aber lässt man es zu, werden wir von einer kosmischen, liebevollen und kraftvollen Energie getragen, die nur den einen Weg kennt. Die Liebe, die Hingabe und die Freude, die man dabei empfindet im Einklang zu handeln und zu leben ist eine Gnade und eine Bereicherung! Urvertrauen, Gottvertrauen und den Glauben an seine eigene göttliche Schöpferkraft!
    Ein wunderschönes Wochenende,
    Maria

  3. Liebe Ursula,
    Auch ich habe Ähnliches erlebt. Mir wurde nach und nach immer klarer,dass ich wegen meiner Gehbehinderung nicht länger in meiner Wohnung leben konnte. Mein Wunsch war, in Deine Nähe zu ziehen. Nach einer Woche Probewohnen in einem schönen aber teueren Seniorenstift, das zudem nur mit der Straßenbahn erreichbar war, war ich fast entschlossen, mich dort einzumieten. Da machte Deine Nachbarin darauf aufmerksam,dass in dem nahegelegenen Stift eine Wohnung frei geworden wäre. Ich meldete sofort mein Interesse an und bekam die Wohnung. Heute weiß ich: Von dem anderen Stift aus hätte ich nicht so leicht zu Euch kommen können, und auch das Einkaufen wäre sehr schwierig geworden. So hat noch gerade zur rechten Zeit ein Zufall (?) geholfen.

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