Es gibt zwei Wege das Leben zu leben: Alles selbstverständlich zu nehmen, oder die ganze Welt als Wunder zu betrachten.
Ich glaube an Letzteres.

 

– Albert Einstein

„Unsere Gedanken bestimmen, wie wir die Welt erleben“

– Buddha

„Der Mensch ist dem Weltlauf gegenüber nicht ein müßiger Zuschauer, der innerhalb seines Geistes das bildlich wiederholt, was sich ohne sein Zutun im Kosmos vollzieht, sondern der tätige Mitschöpfer des Weltprozesses; und das Erkennen ist das vollendetste Glied im Organismus des Universums.“

– Rudolf Steiner

„So etwas wie Dunkelheit gibt es nicht.
Es gibt nur die Abwesenheit von Licht“

– Vicky Wall

Freitags-Gedanken am 18. Januar: Vor-Entscheidungen

Wir Menschen sind hinein gestellt in einen großartigen Kosmos, eine höhere Ordnung, die von großer Weisheit durchdrungen ist. Als Wesen gibt es uns seit Äonen, in denen wir eine Entwicklung durchlebt haben, die uns zu dem gemacht hat, was wir heute sind: Wesen mit Körper, Seele, Geist und einem wesentlichen vierten Wesensglied, das uns von den Tieren unterscheidet, unserem Ich. In alten Schriften wird dieses Ich als ein zweischneidiges Schwert bezeichnet, denn wir können es zum Egoismus missbrauchen oder dazu, uns selbst in unserer Einzigartigkeit und dem gleichzeitigen Eingebundensein in den Kosmos zu erkennen. Im letzteren Fall gehen wir den Weg des Jesus Christus in uns, des I.Ch., ganz im Sinne der Liebe zu allen Wesen. Das hat nichts mit irgendeiner Religion zu tun. Darin, dies zu tun oder auch zu lassen, besteht unsere Freiheit.

Wir alle wissen, dass es bisher eher der Egoismus ist, der die Welt regiert. Überall, wo wir hinschauen, blickt uns dieser in den verschiedensten Ausprägungen entgegen: In der Finanzwelt mit ihrem Zins- und Zinseszinssystem, im Raubtierkapitalismus, in der Justiz, wo wir nur selten das Gefühl haben, dass es dort wirklich gerecht zugeht und im Kultur, Geistes- und Bildungswesen, wo wir massiven Manipulationen ausgesetzt sind, die die Entwicklung unseres freien Geistes behindern.

Im Bezug auf die Entwicklungsgeschichte der Erde stehen wir heute bereits mitten in der zweiten Hälfte, im Bezug auf die Entwicklung unseres freien Ich noch ziemlich am Anfang. Wir könnten unsere jetzige Entwicklungsphase mit dem Eintritt in die Pubertät vergleichen, jener Phase, in der wir erst einmal einen „gesunden Egoismus“ entwickeln müssen, um in der Welt bestehen zu können. Es besteht also durchaus Hoffnung, dass wir im Laufe weiterer Zeitalter zu Reife, Einsicht, Weisheit und schließlich zur Liebe gelangen. Das jedenfalls ist der Plan.

Doch wahr ist auch, dass mächtige Widersacherkräfte unaufhörlich daran arbeiten, uns auf ihre Seite zu ziehen.  Auch sie gehören zum großen Plan, denn sie müssen uns herausfordern. Wenn wir noch, wie zu Beginn unserer Entwicklung zum Menschen im Paradies säßen und noch nicht vom Baum der Erkenntnis gekostet hätten, könnten wir uns nicht zu freien Wesen entwickeln. Luzifer, die alte Schlange, hat uns verführt und das war notwendig. Heute sind es beide Kräfte, die uns ständig herausfordern, Luzifer und Ahriman auch Satan genannt. Letzterer zum Beispiel durch die zunehmende Technisierung und Digitalisierung, durch die Verbreitung von Lügen und Irrtümern und durch die Ignoranz oder gar die Ablehnung gegenüber allem Geistigen, dem rein materialistischen Weltverständnis. Luzifer verführt uns dazu, allein ins Geistige abzudriften, uns in den Wohlfühlmodus  hinein zu begeben und der Illusion zu verfallen, es gebe das Böse gar nicht. Wer kennt sie nicht, die Sprüche „man lebt nur einmal“. Ob wir unser Bedürfnis nach ungezügelter Sinnenlust im Ballermann auf Mallorca oder in den edelsten Gourmet-Tempeln ausleben, ist kein substanzieller Unterschied.

Beide Kräfte, Luzifer und Ahriman, wirken sowohl in uns selbst als auch in der äußeren Welt. Seit 1998 (3 x 666) haben sie sich zusammengeschlossen und agieren gemeinschaftlich. Diese Eskalationsstufe erleben viele als eine Zuspitzung der Ereignisse im Äußeren, als Angriffe auf ein Menschen würdiges Leben. Nun kommt es darauf an, wie wir mit derartigen Herausforderungen umgehen.

Eine Möglichkeit wäre es, weiter zu schlafen. Augen und Ohren zu verschließen vor den Vorgängen hinter den Kulissen der Weltbühne und alles für wahr zu halten, was die offiziellen Medien darüber zu berichten wissen. Das ist ein vermeintlich bequemer Weg, der allerdings zu einem recht unsanften Erwachen führen kann. In der Offenbarung des Johannes lautet der Aufruf an die sieben Gemeinden, also an uns alle: Wer Ohren hat, der höre!

Eine weitere Möglichkeit  wäre, sich bewusst dafür zu entscheiden, eine aktive Rolle in diesem Spiel der Widersachermächte zu übernehmen, mitzuwirken am Aufbau einer künstlichen Welt, die uns immer mehr von unserem eigentlichen Wesen, unserem freien Ich weg führt. In diesem Fall machten wir zu unserem eigenen vermeintlichen Nutzen gemeinsame Sache mit Luzifer und Ahriman. Dabei hätten wir das Wohl der Menschheit und letztlich auch unser eigenes aus den Augen verloren, denn dieser vermeintliche Vorteil würde sich aus dem Bewusstsein des Materialismus heraus allenfalls auf dieses jetzige Erdenleben beziehen, eine äußerst kurzfristige Denkweise. Zu dieser Gruppe gehören zum Beispiel die Entscheider im Bank- und Wirtschaftsleben oder auch ein Großteil unserer Politiker.

Das, was heute sicher die meisten von uns anstreben, ist es, die Wahrheit erkennen zu wollen und an der Erschaffung einer lebenswerten Welt für uns selbst und die Menschheit als ganzem mitzuwirken. Doch selbst, wenn dies unser Ziel sein sollte, ist es nicht einfach, sich von Gelegenheiten fern zu halten, die dem entgegen wirken. Fast jeder wird im Beruf und auch im sonstigen Leben mit Situationen und Themen konfrontiert, die er eigentlich nicht unterstützen möchte. Wie reagieren wir in solchen Fällen? Ich glaube nicht, dass es dafür ein Patentrezept geben kann. Wir werden von Fall zu Fall entscheiden müssen, was ein angemessener Umgang mit unseren täglichen Herausforderungen ist und wie wir die Gegenkräfte am besten überwinden können.

Ein erster entscheidender Schritt besteht sicher in der Selbstreflexion. Wenigstens im Nachhinein können wir uns bewusst machen, ob wir in einer konkreten Situation richtig gehandelt haben und daraus unsere Lehren für das nächste Mal ziehen. Wo haben wir zaghaft geschwiegen, uns nicht getraut, zu dem zu stehen, was wir für richtig halten? Wo haben wir zugestimmt, nur um uns beliebt zu machen und nicht als Querulant zu erscheinen? Wo haben wir aus Angst um unseren Arbeitsplatz, Maßnahmen mitgetragen, die wir im Grunde unseres Herzens verwerflich finden? Vielleicht erkennen wir ein Muster in unseren aktiven und vor allem in unseren unterlassenen Handlungen? Was gilt es an unserem Verhalten zu verändern, zu wandeln und zu überwinden? Metanoia ist das große Stichwort! Jede Eigenschaft hat zwei Möglichkeiten des Abweichens, die Überhöhung (Luzifer) und die Unterlassung (Ahriman). Als Beispiel sei hier die Tapferkeit oder der Mut genannt, der auch als Gewalt oder Feigheit daher kommen kann. Wir haben die freie Wahl, in welche der beiden abweichenden Waagschalen wir uns hineinbegeben oder ob wir es uns gelingt, in der Mitte, im Ich, in diesem Fall im Mut zu bleiben. Verwandeln wir Zaghaftigkeit und Angst in Mut, Trägheit in überlegte Aktion und Kritiksucht in konstruktive Verbesserungsvorschläge! Dann brauchen wir am Ende der Tage nicht zu sagen: „Ich habe das alles nicht gewusst und nicht gewollt“. Die Hure Babylon in der Offenbarung des Johannes, Kapitel 17, steht für die Menschenseele, die das Gute versäumt.

Im Hinblick auf den großen Weltenplan finden wir uns also jetzt an einer Position, wo wir aufgefordert sind, aktiv daran mitzuwirken. Wir, das bedeutet jeder einzelne Mensch, jedes Individuum. Permanent treffen wir Entscheidungen, die  das Gute fördern oder eher behindern oder wir versäumen es überhaupt, Entscheidung zu treffen und in die Handlung zu kommen. Wir haben die freie Wahl, doch die Folgen unserer Handlungen und Unterlassungen werden wir zu tragen haben. In der Apokalypse bzw. Offenbarung des Johannes wird in gewaltigen Bildern geschildert, zu welchem Zeitpunkt (griechisch: Kairos), der Mensch welche Entscheidung treffen kann und wann er welche Folgen dafür zu erwarten hat. Das ganze vollzieht sich nicht in einem linearen Zeitverlauf, sondern zyklisch. Große Zyklen werden vorbereitet und wiederholen sich in kleineren. Es gibt noch viele Möglichkeiten der Um- und Neuorientierung für uns, doch so manche Weiche wird bereits heute gestellt und so manches Zeitfenster ist eng.

Wenn wir diese Herausforderungen irgendwann in Liebe gemeistert haben werden, können wir uns auf eine neue Erde freuen, die von Liebe durchdrungen ist, das sogenannte neue Jerusalem. Dann werden wir keine physischen Körper mehr bewohnen, keine Kirchen und Gotteshäuser mehr kennen. Dann wird unser gereinigter Astralleib (Manas) unseren Tempel darstellen.

Packen wir’s an 😉

3 Kommentare zu “Freitags-Gedanken am 18. Januar: Vor-Entscheidungen

  1. Guten Abend ihr Lieben,
    zu Recht weist ihr darauf hin, dass es schwierig ist, sich aus äußeren Zwängen zu lösen. Ja, das ist es in der Tat, eine lebenslange Aufgabe. Aber es ist auch eine große innere Freude, für die eigene Entwicklung zu brennen und zu erleben, wenn es uns einmal gelingt. Wir dürfen auch einmal irren oder „versagen“, dafür sind wir schließlich auf dem Weg. Doch unser redliches Streben wird belohnt.
    Bin froh, nach der ganzen Wochenendreiserei im Warmen angekommen zu sein und wünsche euch noch einen schönen Abend
    Ursula

  2. Liebe Ursula,
    wir werden oft durch andere und natürlich auch durch uns selbst, in ein verruchtes Weltbild gezerrt, indem ein jeder versucht Manipulation zu betreiben um das möglichst „Beste“ für sich selbst zu ergattern. Falsche Wertevorstellungen, die anerzogen oder indoktriniert wurden, lassen viele Menschen oft eine verzerrte Wahrnehmung der Dinge erlangen. Dort wieder herauszufinden und eine Balance zu den wahrhaften Dingen und einer wahrhaftigen Weltsicht herzustellen ist die Herausforderung, die uns allen gleichermaßen obliegt. In der hiesigen Dualität ist es sehr, sehr schwer, dieses Empfinden zu verfeinern und zu vervollkommnen. Dabei hilft uns unsere Intuition und unser Feingefühl, das wir möglichst weiter schulen müssen. Nur so kommen wir an innere Erkenntnisse und erkennen langsam das große Ganze hinter den Fassaden, die uns in ihren Bannkreis halten. Die Dualität zu überwinden ist eine lebenslange Lernaufgabe, der es gilt, täglich Beachtung zu schenken und uns jede Sekunde unseres Lebens bewußt zu machen, das unsere Gedanken und Handlungen Konsequenzen für einen Jeden unseres Planeten beinhaltet. Doch je mehr wir daran denken und je mehr wir reflektieren, kommen wir immer ein Schrittchen weiter!

    Ich wünsche euch allen eine tolle Blutmondnacht! Bei mir macht es sich heute mit sehr starken, emotionalen Ausbrüchen bemerkbar, im wahrsten Sinne des Wortes. Kopfschmerzen wie verrückt. Die Gedanken jagen sich und ich fühle mich emotional ausgebrannt. Ich habe heftige Träume in den letzten Nächten gehabt, aber nicht wirklich negativ. Die Stellung der Himmelskörper wirkt magisch auf mich und Ereignisse überschlagen sich im Bezug auf sich „öffnende Türen“. Es ist Qual und Genuss zugleich! Sehr verwirrend alles! Ich fühle mich wie zwischen den Welten und Dimensionen hin und her gezerrt. I

    Ich hoffe ihr habt eine schöne Nacht und wünsche alles Liebe von Herzen,
    Maria 🙂

  3. Liebe Ursula,
    Wir leben in einer vielschichtigen Gesellschaft mit vielen Zwängen für den Einzelnen. Da ist es oft schwer, sich so zu entscheiden, wie man es für richtig hält. Unser Selbsterhaltungstrieb bringt uns oft dazu, uns anzupassen.Aber wir haben auch die Möglichkeit, uns für unsere Ideale einzusetzen. Menschen, die dies tun, sind zu bewundern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Um dir auch in Zukunft das best­mögliche Nutzungs­erlebnis auf dieser Website bieten zu können, möchten wir erweiterte Tracking-Dienste aktivieren. Dafür benötigen wir deine Zustimmung, die du jederzeit widerrufen kannst.
Mehr Informationen über die genutzten Dienste erhältst du in unserer Datenschutzerklärung.